Das Immunsystem

 

Was ist das für ein Ding, das Immunsystem, über das alle reden? Wie funktioniert es und wofür brauchen wir das überhaupt?

Dazu ein kleiner Ausflug in die Entwicklungsgeschichte des Lebens.

Wenn wir mal Adam und Eva bei Seite legen und die wissenschaftlich orientierte Entwicklungsgeschichte betrachten dann gab es ganz am Anfang des Lebens Einzeller. Diese bemerkten, dass es ziemlich blöd ist ein Einzeller zu sein, denn wenn diese Zelle abstirbt ist dieser Organismus futsch. Daraus entwickelten sich Vielzeller, immer die gleiche Zelle, welche alle die gleichen Aufgaben hatten, aber eben mehrere auf einem Haufen. Sollte hier einer zu Grunde gehen bleiben immer noch welche übrig und nicht alles ist futsch.

Irgendwann kam die Entwicklung auf die Idee innerhalb eines solchen Zellverbundes die Aufgaben zu verteilen. Es kam zur Entstehung der spezialisierten Vielzeller, bei denen verschiedene Zellverbände der gleichen Zellen unterschiedliche Arbeiten im Organismus übernahmen. Hierzu gehört auch der Mensch.

Ein Mensch entsteht aus einer einzigen Zelle, der befruchteten Eizelle. Diese Zelle teilt sich und teilt sich und teilt sich. Es entsteht ein Mensch mit unterschiedlichen Organen und Funktionen. Aber: Alle Zellen stammen aus der gleichen Eizelle ab, haben immer die gleiche genetische Information. Jede Zelle lebt für sich, lebt aber auch für den ganzen Organismus mit seiner speziellen Aufgabe. Einer für Alle und Alle für Einen!

In diesen spezifizierten Zellhaufen, welcher aber immer die gleiche Zelle ist, darf keine fremde Zelle hinein, weder in Form von Nahrungsmitteln, Viren, Bakterien, Pilzen, Parasiten, oder fremden Organen.

Dies wird durch spezialisierte Zellen kontrolliert, die wir das Immunsystem nennen. Ihre Aufgabe ist es zu erkennen, wenn etwas „Fremdes“ in diesen Zellhaufen eindringt.

Das Immunsystem kann man in verschiedene Stufen unterscheiden. Es gibt das unspezifische Immunsystem, das sind Zellen, welche alles was fremd ist angreifen und fressen. Das ist die erste Welle der Abwehr. Wenn immer mehr gleiche Angreifer kommen, wie etwa beim Eindringen von vielen gleichen Krankheitserregern, informieren diese Fresszellen andere Zellen: Die T-Lymphozyten. Diese schauen sich den Eindringling genau an und spezialisieren sich dann nur noch auf diesen einen speziellen Eindringling. Die T- Lymphozyten sind in ihren Aufgaben noch unterteilt, aber sie sind im weitesten Sinne auch Fresszellen, aber ganz speziell auf einen Eindringling ausgerichtet. Da wir hier eine reine Zellabwehr haben, spricht man auch vom zellulären Immunsystem.

 

Wenn es zu einem Angriff auf unseren Körper kommt, werden zusätzliche Mechanismen über die Immunzellen aktiviert:

Die Schleimhäute sondern Schleim ab um den Angreifer wegzuspülen.

Die Immunzellen aktivieren Stoffe, welche zu einer Entzündung der Schleimhäute führen. Dies sind zum Beispiel das Histamin und die Interferone. Durch diese Stoffe wird vermehrt Wasser in die Zellen gegeben damit diese anschwellen. Dadurch wird der Raum zwischen den Zellen zusammengedrückt, damit die Eindringlinge nicht durchwandern können. Außerdem wird die Körpertemperatur erhöht, damit das Enzymsystem von Erregern, welche in den Körper gelangt sind gestört wird und diese absterben.

Vermehrt Schleim, Schwellung und Fieber sind eigentlich Abwehrmechanismen des Körpers. Leider wird dies in unserem heutigen medizinischen Denken mit Krankheit gleichgesetzt und bekämpft. Krankheit ist eigentlich erst, wenn Organe in ihrer Funktion massiv eingeschränkt werden und damit ihre Arbeit für den Körper nicht mehr bewältigen können. Wenn wir aber mit unseren Mitteln ständig die Abwehrreaktionen unterbrechen, hat es der Erreger leichter einzudringen!

Wenn dieses System der Zellen nicht schnell genug ist und vermehrt Eindringlinge in den Körper gelangen wird die nächste Abwehrstufe gestartet, oder läuft schon parallel.

Es ist die Abwehr über Antikörper, welche im ganzen Körper unterwegs sind und deshalb auch das humorale Immunsystem genannt werden. Durch Information von den T-Lymphozyten werden so genannte B-Lymphozyten aktiviert welche spezifische Antikörper gegen den speziellen Eindringling herstellen. Antikörper können in einer viel größeren Menge als Zellen und vor allem sehr schnell gebildet werden. Die Antikörper funktionieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip: Sie erkennen spezielle Strukturen des Eindringlings und setzen sich auf den Eindringling um ihn den Fresszellen zu zeigen und ihn in seiner Wirkung zu behindern.

Bis diese Abwehrketten alle in Stellung gebracht sind bleibt den Eindringlingen doch relativ viel Zeit um sich im Körper auszubreiten, die Zellen zu befallen, diesen krank zu machen.

Ist eine solche Invasion, ein Infekt, abgewehrt bleiben die Abwehrreihen noch lange Zeit, manchmal über das gesamte Leben erhalten. Dies kann in Form von Antikörpern, oder speziellen T-Lymphozyten, den Gedächtniszellen, abgespeichert werden. Oder eventuell auch über andere Informationen und Abläufe, von denen wir den Mechanismus noch nicht kennen.

Sollte nun ein erneuter Angriff des Organismus mit diesem Erreger stattfinden findet eine schnellere Abwehr statt und der Erreger kann sich nur gering im Körper ausbreiten und somit keine schwere Krankheit mehr auslösen.

 

Hier wird oft von Immunität geredet, das soll heißen, dass der Erreger nicht mehr auf den Körper einwirken kann. Dem ist aber nicht so: Wir werden nur nicht mehr massiv krank beim nächsten Überfall, denn unsere Abwehrreihen fangen den Eindringling an den Grenzen ab. Aber es findet auf jeden Fall wieder eine Angriff-Abwehr-Reaktion statt und die kann der Organismus nur dann schnell gewinnen, wenn die Abwehrreihen gerüstet sind. Der Eindringling kann uns nicht so massiv befallen, dass es zu Organschädigungen kommen kann.

 

Infektiosität

 

So lange ein Erreger auf, oder in mir ist, er aktiv und lebend ist, kann ich diesen einer anderen Person weitergeben. Ich bin Infektiös, egal ob ich massiv krank bin, oder gar nichts merke.

Krankheitserreger haben wie die Menschen, die Tiere und Pflanzen zunächst nur ein Ziel: Arterhaltung!

Bakterien machen dies durch Zellteilung, aus einer werden zwei, dann vier, dann acht usw.

Viren haben eine andere Strategie entwickelt: Sie geben ihr Erbgut zur Herstellung von Virennachwuchs in eine Wirtszelle hinein und diese wird dann versklavt und gezwungen Viren zu bauen. Ist die Zelle voll mit Viren platzt diese und Unmengen von Viren werden in die Umgebung abgegeben und die nächsten Zellen werden befallen.

Solange das Immunsystem noch nicht ausreichend gerüstet ist, werden immer mehr Zellen befallen und produzieren neue Viren. Gelangen diese Viren an die Oberfläche zum Beispiel der Atemwege, werden diese in großen Mengen abgeatmet und ausgehustet. Jetzt ist das Individuum eine echte Virenschleuder und sehr infektiös.

Mit der Zeit ist das Immunsystem so aufgestellt, dass beim Platzen einer Zelle die meisten Viren abgefangen werden können und nur noch wenige neue Zellen befallen werden. Jetzt hat der Körper wieder Zeit sich zu stabilisieren und erholen.

Aber auch dann, wenn die Viren nicht mehr tief in mich eindringen können, werden diese in einer gewissen Menge ausgeatmet, denn sie sind ja auf der Oberfläche der Schleimhäute.

Wir können andere Menschen mit dem Virus anstecken, wir sind infektiös!

 

·      auch wenn wir nicht merken, dass dieses auf unseren Schleimhäuten sitzt

·      auch wenn wir den Virus schon einmal gehabt haben und daran erkrankt waren

·      auch wenn wir geimpft worden sind

 

Die Menge der Viren ist in diesen Fällen nicht mehr so groß wie, während einer massiven Erkrankung. Aber wie gesagt, sie sind da und können wieder bei einem anderen Menschen auf die Schleimhäute kommen, diesen krankmachen, oder diesen dann zum Weitertransport nutzen.

Coronavirus Sars Cov 19

 

Das Coronavirus Sars Cov 19 ist 2019 zum ersten Mal bei Menschen als Krankheitserreger nachgewiesen worden. Woher es genau kommt, darüber scheiden sich die Geister und sonstige wichtige Menschen.

Es hat schon immer solche Übergriffe von Erregern auf neue Wirte gegeben, welche dann zu Epidemien wie jetzt in Wuhan geführt haben, dem Befall von vielen Menschen in einem definierten Bereich. Warum es so schnell zu einer Pandemie gekommen ist, der Verbreitung auf der ganzen Erde, ist sicher auch unserer Lebensweise geschuldet, wir reisen beruflich und privat um den ganzen Globus und verteilen damit das Virus. Beim Auftreten eines solchen Virus vor 1000 Jahren in China hätte es sehr lange gedauert, bis es in Europa angelangt wäre, heute kann es in wenigen Stunden mitfliegen, egal wohin auf dieser Erde.

Ein anderer Aspekt ist die Evolution an sich: Unser Immunsystem reagiert wie vor 10.000 Jahren, als der Mensch noch in kleinen Horden als Jäger und Sammler unterwegs war, für das Immunsystem sehr überschaubare Verhältnisse. Heute wird der Mensch in sehr artfremder Umgebung auf kleinsten Raum aufgezogen. Wohnraumkomplexe wie Legebatterien von Hühnern, Schulen mit engen Klassenzimmern, Großraumbüros, Montagestraßen, Massenfortbewegungsmittel.

Ähnlichkeit sehe ich bei der Massentierhaltung, dort ist eine epidemische Infektausbreitung vorprogrammiert und wissenschaftlich anerkannt. Beim Auftreten eines gefährlichen Virus wie der Vogelgrippe in einer Massen-Geflügel-Haltung wird die Keulung, die Auslöschung der gesamten Population, ob angesteckt, oder nicht durchgeführt um eine Ausbreitung zu unterbinden.

 

Dadurch, dass das Sars Cov 19 Virus den Menschen noch nie befallen hat, ist erst im Verlauf zu sehen, was dieses Virus mit dem Wirt anstellt, welche Organe bevorzugt befallen werden. Was wir heute wissen ist, dass es sich nicht nur um eine banale Atemwegserkrankung handelt, sondern dass dieses Virus systemisch den ganzen Organismus befallen kann, besonders auch mit Entzündungen der Blutgefäße und Bildung von Blutgerinnseln, welche zu schweren Lungenembolien führen können. Deshalb ist es gefährlich und nicht richtig, dieses Virus zum Beispiel mit einem Influenza-Virus zu vergleichen, oder einem sonstigen Erkältungsvirus.

Für uns Normalbürger ist es wichtig zu verstehen: Beim Auftritt dieses Virus gab es noch keinen Menschen, welcher schon Kontakt mit ihm gehabt hat, also auch kein Immunsystem eines Menschen das es schon kennt. Somit ist es möglich, dass dieses Virus viele Menschen erkranken lassen kann, weil kein Immunsystem sofort auf ihn reagieren kann.

Warum die einen Menschen kaum, manche gar nicht, andere massiv erkranken, sogar daran sterben, hat mit dem Funktionieren des Immunsystems des Individuums zu tun.

Hat ein Mensch ein gut funktionierendes Immunsystem, so wird ein Eindringling über die oben genannten Mechanismen erkannt und bekämpft. Wenn dies gelingt bevor er sich im ganzen Körper ausbreitet, kann das Immunsystem eine ernsthafte Gefährdung ausschalten. Funktioniert diese Abwehr nicht so gut, ist es dem Eindringling möglich sich rasch in einem Organ, oder dem ganzen Körper auszubreiten, bevor er ernsthaft bekämpft werden kann. Der Organismus erkrankt, wird massiv in seiner Existenz gefährdet.

Dies ist natürlich oft bei älteren Menschen, welche auch noch mehrere chronische Erkrankungen und Schwächungen haben der Fall, weil die Abwehrketten einfach nicht mehr so stark sind und die Organe in ihrer Funktion geschwächt sind. Hier hat ein Erreger leichtes Spiel und kann sich massiv ausbreiten.

Eine weitere sehr gefährdete Gruppe sind übergewichtige Menschen mit einem Diabetes Typ II und dessen Vorstufe, der Insulinresistenz. Hier können die Immunzellen nicht schnell genug mit Zucker als Treibstoff versorgt werden und rennen dann den Eindringlingen hinterher, was zu massiven Infektionen führt, welche der Organismus dann nicht mehr bekämpfen kann. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Menschen, welche schon chronisch krank sind, eine chronische Überlastung des Systems haben, egal wie alt sie sind.

Ich möchte dies mit einem Bildnis erklären:

Das Leben ist wie ein großer Lastwagen. Er startet relativ leer und im Laufe des Lebens wird immer mehr aufgeladen, in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Irgendwann ist der Lastwagen voll, er ächzt unter der Belastung, kommt kaum mehr vorwärts. Jetzt kommt jemand und ladet noch eine Kloschüssel drauf. Was passiert? Die Achse bricht, der Lastwagen bricht zusammen.

In unserem Denken sind wir natürlich empört! Wie kann man eine Kloschüssel auf den Lastwagen laden, geht doch gar nicht, so eine fürchterliche Kloschüssel, wir müssen dringend die Kloschüsseln bekämpfen und ausrotten!

Beim Beladen eines leeren Lastwagens mit einer Kloschüssel hätten wir deren Gewicht aber gar nicht bemerkt!

Dies gilt natürlich auch für einen Zementsack, oder eine Palette Bausteine, oder aber einen Infekt.

 

 

 


 

Testung

 

Es ist natürlich sehr vorteilhaft, wenn man bei Beginn einer Krankheit weiß mit welchem Gegner man es zu tun hat, ist es ein Virus, oder ist es ein Bakterium, oder gar ein Pilz?

Aber bei der Testung gibt es leider ziemliche Schwierigkeiten. Wir können ja nicht einfach Untersuchungsmaterial unter das Mikroskop legen und dann sehen mit wem wir es zu tun haben. Die Erreger tragen keine Namensschilder.

Wir müssen zuerst Material auf, oder im Körper finden, welches den entsprechenden Erreger aufweist.

Bei Bakterien kann man eine Kultur auf einem Nährboden ansetzen und dann sehen welche Keime wachsen. Bei Viren ist das leider nicht so möglich.

Um Viren nachzuweisen ist man inzwischen auf mehr oder weniger indirekte Nachweismethoden angewiesen. Das heißt: man hat ein Reagenz welches mit der Zugabe der Virusinformation eine Reaktion auslöst. Dafür muss man aber genau wissen, nach was man sucht und leider kann dann mit diesem Test nur dieser eine Erreger nachgewiesen werden.

Ob dieser Erreger dann auch der Krankheitsauslöser ist, das kann man nie 100 prozentig sagen, man hat ihn lediglich am Ort der Gewinnung des Probematerials nachgewiesen.

 

Nun zur aktuellen Corona – Situation: Es werden so viele Testungen auf der ganzen Welt durchgeführt wie wahrscheinlich noch nie zuvor, mit dem Ziel durch spezielle Tests das Sars Cov 19 Virus nachzuweisen.

Aber wo weisen wir es nach, wenn wir einen Abstrich aus der Nase oder dem Rachenraum machen: auf der Oberfläche eines Menschen!

Der Test sagt lediglich aus, dass auf den Atemwegen der getesteten Person Covid-19 Viren gefunden wurden. Ob die getestete Person an diesem Virus erkrankt, ist wiederum eine Frage des Abwehrsystems eines Menschen.

Aber: der Mensch, welcher das Virus auf der Schleimhaut hat, kann dieses weitergeben, ohne dass er es merkt!

 

Impfung

 

Eine Impfung ist ein bewusster, dosierter, künstlicher Angriff eines Eindringlings auf den Körper. Hierbei werden abgeschwächte Erreger, Erregerteile und neuerdings Erbgutteile eines Erregers dem Organismus angeboten. Dies soll bewirken, dass der Körper sein Immunsystem gegen einen bestimmten Angreifer installiert, ohne dabei ernsthaft krank zu werden.

Die Idee ist eigentlich genial! Kommt nun ein Erreger, so trifft er idealerweise auf ein bereits gut aufgestelltes Abwehrsystem und kann den Körper nicht mehr komplett überrollen, diesen nicht schwer schädigen, oder gar töten. Je nachdem, wie gut ein Immunsystem auf diese Impfung reagiert kann der Angriff abgewehrt werden. Leider funktioniert der Aufbau der Abwehrsysteme nicht bei jedem Individuum gleich gut und es kann trotzdem zu einer Erkrankung des geimpften Individuums kommen.

Besonders blöd ist es natürlich, wenn sich der Angreifer verändert, mutiert. Dann ist es natürlich möglich, dass die Impfung, also das Training des Immunsystems nicht mehr so gut, oder auch gar nicht mehr gegen den Angreifer funktioniert. Die ständigen Veränderungen, die Mutationen, sind ein ganz natürlicher Vorgang in der Natur, die dem Virus die Chance geben zu überleben, seine Art zu erhalten. Dass das Sars Cov 19 Virus dies ausgerechnet mit uns Menschen macht ist natürlich nicht so schön für uns alle, ist aber ein Teil der Evolution, der ständigen Veränderung, Verbesserung.

Viren und Bakterien haben einen viel schnelleren Fortbildungszyklus als wir Menschen, können sich damit eben viel schneller anpassen. Bei uns Menschen geht das über einen viel längeren Zeitraum, über tausende von Jahren.

Das Problem dabei ist dann eben auch: Bis wir wieder einen passenden Impfstoff gegen das mutierte Virus haben, kann dies bereits wieder verändert sein!

Über die Wirkungsweise der neuen Impfstoffe, bei welchem dem Körper Informations-Eiweißmoleküle gegeben werden, Messenger RNA, die die Körperzellen dazu bringen sollen selbst Teile des Eindringlings herzustellen, gegen die dann die Immunzellen Abwehrsysteme entwickeln, kann und möchte ich mangels Erfahrung nichts sagen. Die Zeit wird zeigen, ob diese Methode der bisherigen Impfung überlegen ist.

 

 

 

Immunität

 

Gibt es überhaupt eine Immunität?

 

Kann ich nach einer Infektion wieder erkranken, kann ich nach einer Impfung erkranken, oder bin ich Immun?

 

Immunität wird in unserem Gedankenbild mit Unantastbarkeit gleichgesetzt. Dies mag so bei der „Immunität“ von Politikern gelten.

Aber die Gesetze des Lebens sind anders als die unserer Gesetzbücher, welche man nach Gutdünken verändern kann, sie sind wie der Name schon sagt „gesetzt“. Unveränderbar.

 

Das bedeutet in diesem Fall, dass beim Kontakt mit einem Erreger das Immunsystem hoffentlich wie oben beschrieben reagiert: entweder der Erreger wird abgefangen bevor er großen Schaden im Körper anrichtet, oder der Organismus wird krank und muss große Anstrengungen machen um den Eindringling zu beseitigen, oder er schafft es nicht.

Und hier ist das zentrale Problem einer guten Abwehr: der Erreger darf nicht zum „Eindringling“ werden, welcher sich massiv ausbreitet, er muss möglichst schnell bekämpft werden, in und auf der obersten Abwehrebene, der Schleimhaut.

Das Abwehrsystem sind Zellen von uns, ein Teil des Körpers! Diese Zellen müssen zuerst aktiv auf einen Erreger trainiert werden. Egal ob durch eine Infektion, oder durch eine Impfung. Je öfter wir mit einem solchen Erreger Kontakt haben, umso besser wird das Abwehrsystem aufgestellt.

Wenn man es mal genau betrachtet, so gibt es eigentlich keine richtige Immunität, sondern nur ein sehr gut aufgestelltes Abwehrsystem.

Wir können hunderte Mal in unserem Leben mit einem Erreger Kontakt aufnehmen, ihn auf unserer Haut, oder Schleimhaut haben, wenn er nicht eindringen kann werden wir nicht krank, aber es ist jedes Mal eine Abwehrreaktion unseres Körpers gefordert, ob wir diese bemerken, oder auch nicht!

 

Jetzt aber wieder zur Covid -19 Erkrankung: Beim Kontakt mit einer Person, welche das Virus ausatmet, können wir selbst dieses Virus wieder einatmen! Wir haben ihn wieder auf unserer Schleimhaut und es kann wieder Schleimhautzellen befallen und sich vermehren, ob es aber tiefer eindringt ist eben eine Frage der Abwehrleistung. Wir werden nicht krank! Aber wir atmen den Erreger wieder aus, können damit diesen weiter verteilen. Er kann dann erneut positiv auf meinen Schleimhäuten getestet werden, nicht nur einmal, sondern vielmals! Wir sind Verteiler und können andere Menschen damit krankmachen.

Wenn sehr viele Menschen, etwa 70 % einer Population, ihr Immunsystem so trainiert haben, egal ob durch Impfung, oder Erkrankung, dass sie die Eindringlinge abwehren können, sprechen wir von einer Herdenimmunität. Aber gibt es die wirklich? Denn dann gibt es immer noch 30% welche ihn noch nicht gehabt haben und diese können sich infizieren und krank werden und sterben, auch durch Weitergabe von vermeintlich gesunden Menschen.

Damit ist aber auch klar, eine Bevorzugung, Privilegierung von geimpften Personen ist unsinnig, sie können genauso Virenschleudern sein wie Nichtgeimpfte, oder Menschen die schon eine Covid-19 Erkrankung durchgemacht haben.

Andere Aussagen, zum Beispiel durch Politiker, ist auf deren Unwissenheit der natürlichen Abläufe zurückzuführen. Ich hoffe nicht, dass andere Gründe und Gedanken, welche populistischer, egozentrischer Natur sind und dem eigenen Machtstreben dienen sollen, der Ursprung solcher Aussagen ist.

Leider gibt es auch genug Menschen in den medizinischen Gebieten, die anscheinend die Zusammenhänge nicht verstehen. Dadurch machen sie unrichtige Aussagen. Aussagen die wie Dogmen klingen. Der „normale“ Mensch ist der Meinung, oder hat der Meinung zu sein, dass diese Aussagen richtig sind.

Richtig ist aber: das Leben ist komplex, so komplex, dass wir als Menschen dies nie ganz erfassen werden. Was würden auch all die Wissenschaftler machen, wenn wir schon alles wüssten.

Das Virus gibt es schon lange, es wird es auch noch lange geben und je mehr wir uns dagegen wappnen, umso mehr versucht das Virus zu überleben, durch geänderte Strategien, es mutiert, denn es möchte seine Art erhalten. Es ist mit uns, ob wir wollen oder nicht. Aber unser ausgeklügeltes Abwehrsystem hat über Jahrtausende gelernt mit einem solchen Angriff umzugehen, es muss eben auf den neuen Erreger trainiert werden damit wir nicht an ihm zu Grunde gehen. An dieser Tatsache ändert auch das Sars Cov 19 Virus nichts. Ob wir irgendwann Medikamente haben werden, welche Viren zerstören können, ich weiß es nicht und werde es vielleicht auch nicht erleben. Auch weiß ich nicht ob es sinnvoll ist, wenn eine bestimmte Lebensform den Planeten überrennt wie Heuschreckenschwärme. Wenn die „Natur“ merkt, dass es für sie gefährlich wird, wird sie versuchen Wege zur Lösung zu finden, sich an Gesetzmäßigkeiten halten, welche längere Schwingungsamplituden haben als die Lebenszeit eines Menschen, auch länger als die Zeit seitdem es Menschen gibt.

 

Therapie

 

Leider haben wir bisher nur in sehr geringem Umfang die Möglichkeit mit Medikamenten gegen virale Infekte vor zu gehen. Gegen Bakterien gibt es Antibiotika, welche die Bakterien abtöten können. Bisher gibt es nur gegen eine Gruppe der Herpes Viren spezielle Medikamente.

Es gilt also umso mehr die Grundregel:

Wir müssen die Beladung unseres Lastwagens „Leben“ in den Vordergrund unseres Handelns bringen. Die chronische Überlastung verhindern und unsere Abwehrsysteme stärken. Die Primärprävention durchführen: All unser Tun muss darauf ausgerichtet sein uns gesund zu erhalten, alles zu tun, damit wir nicht krank werden, unsere Abwehrsysteme stärken.

Dies beinhaltet natürlich sehr viele Facetten, welche im Rahmen unseres Lebens als Mensch in einer artfremden Umgebung mit einer artfremden Ernährung auftreten. Wir werden auch nicht alle Dinge ausschließen können, wir wollen ja nicht mehr auf den Bäumen hausen. Aber wir müssen Strategien entwickeln chronische Über- und Fehlbelastungen zu vermeiden, oder diese durch andere Strategien, Abläufe kompensieren.

Für mich persönlich ist der konsequente Stressabbau einer der wichtigsten Säulen der Erhaltung der Gesundheit, genauso wie eine sinnvolle Ernährung. Sind diese beiden Dinge nicht gegeben, kann sich der Organismus nicht auf Dauer gegen die Angriffe des modernen Lebens stemmen.Unser Körper und unser Immunsystem sind eigentlich der Zeit ziemlich hinterher, sie denken noch wie damals, als wir noch Jäger und Sammler waren.

Es gehören natürlich noch viel mehr Faktoren dazu, wie zum Beispiel ein intaktes Mikrobiom. Das Mikrobiom ist unabdingbar mit dem Wohl des Menschen verbunden. Wir haben wesentlich mehr Bakterien, Viren und Pilze auf unserer Haut und unseren Schleimhäuten als unser Körper Zellen hat. Dieses Mikrobiom hilft uns beim Kontakt mit der feindlichen Umwelt und ist auch ein großer Schutz vor ihr. Ist diese Balance gestört kommt es unweigerlich zu Angriffen von außen! Wir werden krank!

Alle Dinge zur Förderung der Gesundheit, zum Erhalt der Gesundheit, an dieser Stelle aufzuführen würde den Rahmen sprengen und ist Inhalt von vielen Therapie- und Empfehlungsbüchern für ein gesundes Leben. Diese werden aber oft nicht gelesen, genauso wenig wie die Warnhinweise auf Zigarettenpackungen.

 

 

 

 

Gurgeln mit Öl

 

Einen kleinen Tipp möchte ich Ihnen aber noch geben:

Gurgeln Sie mehrmals am Tag mit einem ätherischen Öl, oder Speiseöl.

Damit waschen sie den Rachenraum.

Wir waschen mehrmals am Tag unsere Hände, damit wollen wir Mikroben von unserer Oberfläche wegspülen, damit wir diese nicht durch Kontakte weitergeben können.

Durch das Gurgeln können wir bis zu 90% (Studie der Uni Essen 2020) der Erreger im Rachenraum reduzieren. Damit können wir diese auch nicht mehr weitergeben und unser Abwehrsystem muss sich nur mit einem kleinen Teil der Angreifer herumschlagen.

Dies gilt für Corona Viren wie alle andere Erreger.

Man kann damit auch regelrechte Entlastungskuren durchführen wie beim so genannten „Ölziehen“.

Liebe Leser

Auch ich bin nur ein Mensch, auch ich kann irren.

Dass dieser Aufschrieb keine wissenschaftliche Abhandlung ist und ich die Themen nur kurz anreisen kann habe ich bereits erwähnt. Ich wollte Ihnen mit der Auflistung lediglich ein Überblick über die Problematiken geben welche in den Medien oft unterschiedlich diskutiert werden und zu Mißverständnissen bei der Bevölkerung führen können.

Sollten sich massiver Denkfehler eingeschlichen haben, Dinge falsch dargestellt sein, so ist dies nicht mit Absicht passiert, sondern basiert lediglich auf dem kleinen Wissen, welches mir in den Jahren gegeben worden ist.

In der Medizin hat man immer wieder Wissen, sogar Dogmen revidieren müssen weil sich neue Erkenntnisse ergeben haben. Am besten sehen wir das an der derzeitigen Covid 19 Infektionswelle. Wissen vom März 2020 ist zum Teil bis heute mehrmals revidiert worden, so wird es auch in der Zukunft sein. Wichtig ist nur, dass wir für neues Wissen, neue Erkenntnisse offen bleiben und auch mal sagen können: Hätte ich anders gedacht, aber wenn es nun mal so ist, dann ist es mal so, mal sehen wie lange.

 

Dr. Ulrich Euchner

 

Im Januar 2021